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Bibellese

Sonntag, 28. November, Psalm 24

Neuer Anfang

Der erste Advent ist nicht nur der Beginn des neuen Kirchenjahrs. Er ist auch ein Ruf an uns selbst, neu zu beginnen und uns neu zu besinnen im Blick auf unsere Ausrichtung zu Gott. Der Psalm hilft uns dabei mit der Botschaft, dass die Erde, die unsere Lebensgrundlage darstellt, des Herrn ist. Ein ganz besonderer Ort auf dieser Erde ist der Berg mit seiner heiligen Stätte. Diese besuchen darf, „wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist“. Zum Zeichen der inneren Reinigung war die Adventszeit ursprünglich Fastenzeit. Wer von der Freude auf Gott durchdrungen ist, der mache „die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“. Frohe Adventszeit!

Montag, 29. November, Sacharja 1, 1–6

Geistiger Tempel

Zusammen mit dem Buch des Propheten Maleachi bildet das Buch des Propheten Sacharja den Schluss des Alten Testaments. Die Zeitangabe „Im achten Monat des zweiten Jahres des König Darius“ verweist uns in das Jahr 520 vor Christus, als Sacharja zum Propheten berufen wurde. Sacharja predigte in Jerusalem unter den aus dem babylonischen Exil heimgekehrten Juden. Er setzte sich ein für den Neuaufbau des Jerusalemer Tempels. Doch es geht Sacharja nicht nur um den Tempel als Bauwerk. Sein Ruf ist allererst Ermahnung, sich zu Gott zu bekehren.

Dienstag, 30. November, Sacharja 1, 7–17

Barmherzige Zuwendung

Sacharja erschaut Reiter auf roten, braunen und weißen Pferden. Der Engel des Herrn deutet diese als Gesandte Gottes, die das Land durchziehen und erkunden, dass alles still und öde daliegt. Und er verkündet, dass eine neue Zeit anbrechen werde, weil der Herr Zebaoth eifere für Jerusalem und für Zion: „Ich will mich wieder Jerusalem zuwenden mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll darin wiederaufgebaut werden … und die Messschnur soll über Jerusalem gespannt werden.“ Es folgt Gottes Zusage, dass die Städte im Land Gutes in Fülle haben werden.

Mittwoch, 1. Dezember, Sacharja 2, 1–9

Feurige Mauer

Auch seine nächste Vision lässt Sacharja von dem Engel deuten: Die vier Hörner, die Sacharja erschaut, symbolisieren die Feinde, die Israel, Juda und Jerusalem zerstört haben. Die vier Schmiede, die der Prophet erschaut, deutet der Engel als die wiedererstarkten Kräfte Israels, die den Feinden die Hörner abschlagen. In seiner dritten Vision sieht Sacharja einen Mann mit einer Messschnur in der Hand. Dieser will Jerusalem ausmessen, um es neu aufzubauen. Um die Stadt soll wegen der Menschen und des Viehs keine steinerne Mauer errichtet werden. Gott selbst will eine „feurige Mauer“ sein für Jerusalem.

Donnerstag, 2. Dezember, Sacharja 2, 10–17

Doppelte Freude

Gott verheißt die Rückkehr aus der Gefangenschaft in Babylon. Dazu fordert er die Verschleppten, die er selbst in die vier Winde zerstreut hat, auf, jenes Land zu verlassen. „Nach Zion rette dich, die du wohnst bei der Tochter Babel.“ Die Zeit im Exil, die als eine Zeit der Gottesferne empfunden wurde, wird sich wandeln: „Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.“ Ein Ausdruck doppelter Freude: Die Verschleppten kommen zurück. Und sie stehen unter Gottes Schutz.

Freitag, 3. Dezember, Sacharja 3, 1–10

Friedliche Zeit

In seiner vierten Vision sieht der Prophet, wie der Hohepriester Jeschua der Versuchung durch den Satan widersteht und zum Zeichen der Reinheit von seinen Sünden losgesprochen und in Festkleider gehüllt wird. Gott beruft Jeschua, Recht über sein Haus zu sprechen, und verheißt die Sendung seines Knechts „Spross“. Dann wird eine Zeit des Friedens anbrechen, in der einer den anderen einladen wird „unter den Weinstock und unter den Feigenbaum“. Das Sitzen unter dem Weinstock ist ein Bild des endzeitlichen Friedens. Unter dem Weinstock konnten die Menschen sitzen, weil die Reben so geführt wurden, dass sie eine Pergola umrankten.

Samstag, 4. Dezember, Sacharja 4, 1–14

Göttliches Licht

Die fünfte Vision des Propheten Sacharja hat zwei ausdrucksstarke Symbole: einen goldenen siebenarmigen Leuchter und zwei Ölbäume. Der siebenarmige Leuchter weist über das irdische Licht hinaus auf das Licht Gottes und ist darum zu einem Symbol für das Judentum geworden. Die Ölbäume liefern mit ihren Früchten das Öl für den Leuchter und symbolisieren Frieden und Versöhnung. Für Frieden und Versöhnung steht der Statthalter von Jerusalem, der den Wiederaufbau des Tempels vorantreibt. Dieter Leppla

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