Auch wenn du die Tiere in freier Natur nicht siehst: Spuren oder Essensreste der Tiere verraten dir trotzdem, wer sich auf dem Feld oder im Garten getummelt hast. Was du alles herausfinden kannst, erklären wir dir hier:

Im Schnee aber auch im Matsch, in feuchter Erde oder im Sand hinterlassen Tiere Spuren.

Reiht sich wie auf einer Linie ein Pfotenabdruck an den anderen, dann „schnürte“ ein Fuchs vorbei.

Trifft man im Wald auf Kotflecken über der Größe eines Zweieurostücks, stammen sie von Greifvögeln wie dem Mäusebussard. Schaut man senkrecht nach oben, weiß man, auf welchem Ast der Vogel seine Verdauungspause eingelegt hat.

Unter einem Haselnussstrauch klaube ich ein paar Nüsse und entdecke Hinweise auf mehrere Tierarten. Rund genagte Öffnungen stammen von Rötel- und Haselmäusen. In zwei Schalenhälften zerbrochene Nüsse hat das Eichhörnchen gesprengt, um an den Kern zu kommen. Andere Haselnüsse haben ein kleines Loch, in ihnen wohnen Käferlarven des Haselnussbohrers.

Bleiben unter Obstbäumen Äpfel und Birnen liegen, nagen Wespen und Hornissen flache Stellen ab, während von Vögeln die Abdrücke pickender Schnäbel erkennbar sind. Hat man am Waldweg den Eindruck, er sei frisch umgepflügt, haben Wildschweine nach Nahrung gesucht.

Im Juli und August wechseln viele Vögel die Federn. Vielleicht ist auch eine kleine blaue Feder des Eichelhähers oder eine schwarz-weiß gepunktete des Buntspechts dabei.

Die Singdrossel frisst gern das Innere von Bänderschnecken, das aber in einer kräftigen Schale steckt. Wie soll sie sich der Schale entledigen? Alle Umstände und die wenigen vorhandenen Fotos sprechen für dieses Verfahren: Die Drossel fasst die Schneckenschale am Rand ihrer Öffnung und schlägt sie auf den Stein, bis die Schale zerbricht und in vielen Teilen herunterfällt. Was der Vogel hinterlässt, ist der Amboss, ein flacher Stein, der mit Schneckenschleim verklebt und auf allen Seiten von den bunten Schalenstücken der Schnecke umgeben ist.

Abgenagte Bäume: Hier waren Biber am Werk.