Im menschlichen Körper steckt eine Menge Salz, schließlich würden die Organe ohne Salz nicht funktionieren. 150 bis 300 Gramm sind es bei einem Erwachsenen insgesamt, je nach Gewicht und Größe. Ein Teil davon steckt in den Knochen. Weil die Tränendrüse sich ihre Flüssigkeit aus dem Blutserum holt, haben Tränen die gleiche Salzmenge wie das Blut: 0,9 Gramm je Liter. Die Tränendrüse nutzt die Tatsache, dass Flüssigkeit dorthin strömt, wo die Salzkonzentration höher ist. Sie sondert Salz ab und zieht so Wasser aus dem umligenden Gewebe an. Wir weinen. Dass Tränen anders als Schweiß nicht in den Augen brennt, liegt daran, dass Schweiß deutlich mehr Salz enthält, ähnlich viel wie im Meer.

Welchen Zweck das Weinen aus Traurigkeit hat, konnten Forscher allerdings bis heute noch nicht entschlüsseln. Weil wir aber durch Schwitzen, beim Weinen oder Pinkeln immer wieder Salz verlieren, ist das Essen von Salz nicht verkehrt. Rund 5 Gramm pro Tag empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mehr wäre nach der WHO wiederum schädlich. Hier gehen die Meinungen von Wissenschaftlern aber auseinander.

Fakt ist aber, Salz ist überlebensnotwendig. Diese Bedeutung kommt auch in der Bibel zum Ausdruck. „Habt Salz in Euch und haltet Frieden untereinander“, ermahnt Jesus seine Jünger im Matthäusevangelium. Der Frieden untereinander ist lebensnotwendig und hat für die Gemeinschaft eine reinigende und erhaltende Wirkung.