Der leuchtende Freund für Ihr Kind - das Einschlaflicht

von Rebecca Michel-Schmelzeisen, Referat Kindertagesstätten, Diakonie Pfalz

Kinder schlafen in der Regel ein, wenn die Dunkelheit die Helligkeit ablöst und der Übergang vom Tag zur Nacht stattfindet. Um von jahreszeitlichen Lichtverhältnissen unabhängig zu sein, können Sie als Eltern die Kinderzimmer am Abend verdunkeln. Die „Schwärze der Nacht“ ängstigt viele Kinder. Den Ängsten Ihrer Kinder können Sie begegnen, indem Sie künstliches Licht in abgeschwächter Form bereitstellen.

Wofür braucht mein Kind ein Einschlaflicht?

Die Antwort ist so einfach wie naheliegend: Um Angst vor der Dunkelheit zu nehmen, eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen, Kinder beim Einschlafen zu unterstützen, Orientierung und Sicherheit beim Aufwachen in der Nacht zu geben.

Für welche Altersgruppe ist es geeignet?

Mit etwa zwei Jahren entwickeln viele Kleinkinder Ängste vor der Dunkelheit. Bis etwa zum sechsten Lebensjahr fürchten sie Schatten an der Wand, Kreaturen unter dem Bett oder haben einfach Angst, weil sie nicht sehen, was im Zimmer vor sich geht. Hier können Einschlaflichter Abhilfe schaffen.

Babys benötigen eigentlich kein Licht, um einzuschlafen. Sie verbinden die Dunkelheit noch nicht mit etwas Bedrohlichem. Dennoch schadet ihnen die Einschlafhilfe nicht – ans Durchschlafen ist in den ersten Monaten meist noch nicht zu denken. Für Eltern von Säuglingen ist die Beleuchtung für einen nächtlichen Kontrollblick nützlich. Fällt der Schnuller aus dem Mund und das Kind wird dadurch wach, ist das Geschrei oft groß und die Suchaktion noch viel größer. Durch die sanfte Erleuchtung des Raums findet sich der Nuckel hingegen meist zügig.

Welche Einschlaflichter gibt es?

Es gibt eine große Anzahl unterschiedlicher Beleuchtungsmöglichkeiten, die dämmriges Licht in der Dunkelheit spenden, etwa elektrische Nachttischlampen, Lichtstecker, Kinderzimmerlampen mit Dimmer etc. Wir empfehlen Ihnen einen Blick auf unabhängige Produktvergleichsseiten mit Bewertungen anhand bestimmter Kategorien wie beispielsweise Hersteller, Projektionslicht, Musik , Netzbetrieb, Batterie, Automatische Abschaltung nach, Extras etc. Testergebnisse sind in Ökotest (10/2018) zu finden (Internetadresse s. unten).

Ist es sinnvoll Einschlaflichter und Rituale miteinander zu verbinden?

Rituelle Praktiken, die Kinder beim „Zu-Bett-Gehen“ begleiten unterstützen den Übergang vom Tag zur Nacht. Sie geben dem Ende des Tages eine Struktur und helfen den Kindern damit, die notwendige Ruhe und Sicherheit für das Einschlafen zu finden.

So kann es gelingen: Den Tag beenden mit einer Achtsamkeitsübung:- Was ist heute schön gewesen, was hat mich gefreut, weitergebracht, was habe ich neu entdeckt…?- Was ist nicht so gut gelaufen, was beschäftigt mich noch…?

Mit einem Gebet in die Nacht zu gehen

Lieber Gott...

Lieber Gott, nun schlaf ich ein,
schicke mir mein Engelein.
Dass es treulich bei mir wacht,
in der langen dunklen Nacht.

Schütze alle, die ich lieb,
alles Böse mir vergib.
Kommt der helle Sonnenschein,
lass mich wieder fröhlich sein.
Amen

Mit einem Lied und/oder einem Segen in die Nacht zu gehen: „Der Mond ist aufgegangen“: Evangelisches Gesangbuch Nr. 482/Gotteslob Nr. 93

Der Herr segne Dich, wache über Deinen Schlaf und schenke Dir Frieden.

Buchempfehlung

Sinnvoll ist es die Furcht vor der Schwärze der Nacht durch Gute-Nacht-Geschichten zum Thema zu machen. Es gibt eine Fülle unterschiedlicher Geschichten, die sich mit diesem Thema befassen, z.B. Wadell, Martin (1989) Kannst Du nicht schlafen, Kleiner Bär? Wien München

Zum Weiterlesen

https://www.idealo.de/magazin/2019/08/26/nachtlicht-fuer-kinder-tipps-zu-kauf-und-nutzung/

https://www.oekotest.de/kinder-familie/Nachtlichter-im-Test-Viele-sind-empfehlenswert_111532_1.html

https://www.nachtlicht-ratgeber.de/https://schlafwissen.com/nachtlicht-baby/