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Kleine Mitmach-Szene aus dem Koffer: Auf welchen Stern schauen wir?

Koffer mit schönen großen Tüchern, einem alten Buch und einem „Fernrohr“

Erzähler (packt eins der wertvollen Tücher aus, betrachtet es, legt es sich um die Schultern): Ja, an meinem Umhang könnt ihr es erkennen: Ich bin wichtig! Ganz wichtig! Die Menschen kommen zu mir, weil sie Rat brauchen. Es ist nämlich so: Ich kenne mich da aus. Ich weiß Bescheid. Ich kenne die Zeichen und was sie bedeuten. Ich bin ein Sterndeuter. (nimmt das „Fernrohr“ und schaut durch).

Jeden Abend suche ich den Himmel ab ... (lässt das „Fernrohr“ sinken).

Oh, der Himmel fehlt mir noch. (bittet zwei Zuhörer*innen, das blaue Sternentuch als Himmel zu halten, schaut durch das Rohr auf den „Sternenhimmel“)

Jede Nacht stehe ich hier draußen und schaue in den Himmel. Wunderschön ist der Sternenhimmel. Unermesslich, immer anders und doch erkennt man die Sterne wieder. Die Menschen kommen und fragen: Was wird mit mir? Was sagen die Sternengötter? (lässt das „Fernrohr“ sinken und spricht die Zuhörer*innen an)

Ihr müsst wissen, die Menschen glauben an die Sterne. Und es ist doch wahrhaft göttlich, dass niemand Sterne zählen kann. Das kann man einfach nicht. Niemand weiß das besser als ich! Die Menschen meinen, dass die Sternengötter da oben ihr Leben bestimmen. Deshalb kommen sie zu mir und fragen mich, was der Sternenhimmel sagt. Und ich kann den Sternenhimmel lesen.

Aber manchmal denke ich: Die Sterne sind so weit weg! Sind die Götter auch so weit weg? Sind sie so hoch über uns, dass sie gar nichts mehr mit uns zu tun haben? Ich wünschte mir so sehr, dass mal einer da oben runter kommt. Ich wünschte mir einen nahen Gott, ganz nah. Er soll sich mal genau anschauen, was hier los ist, wie die Menschen leiden. Er soll mal selber an sich die Ungerechtigkeit und die Gewalt spüren. Er soll mal mit uns leben und fühlen und so ... Na ja, das denke ich mir immer so. (schaut wieder auf den Himmel)

Oh, was ist denn das? Das habe ich ja noch nie gesehen. Ist ja riesig! So ein großer Stern! Wartet, wo steht der? Hm, 36 – 280 – östlich! Das muss der Kollege auch sehen! (geht zu einem/einer ZuschauerIn und wirft ihr/ihm ein weiteres Verkleidetuch um)

Du, Kollege, hast du heute schon an den Himmel geschaut? -Antwort- Sieh mal durch mein Fernrohr! 36 – 280 – östlich! Siehst du? Was kann das sein? -Antwort- Was bedeutet das? -Antwort- Wir sollten es mit unserem Kollegen besprechen! (geht zu einem/einer weiteren ZuschauerIn und wirft ihr/ihm das dritte Verkleidetuch um)

He, hast du heute schon gearbeitet?- -Antwort- Schau dir das an! Hier, nimm mein Fernrohr. 36 – 280 - östlich! Unglaublich, was!? Wir sollten mal nachlesen, was das bedeuten kann. (nimmt das Buch und blättert)

Hier steht was: Wenn der große Stern aufgeht 36 - 280 – östlich, dann wird den Hebräern der größte König geboren, ein Gotteskind! Ein Gotteskind! Ein Gotteskind kommt zu uns! Ich werd‘ verrückt! Ein Gotteskind kommt nah zu uns! Ein Stern geht auf und eine Hoffnung für uns arme Menschen! Da muss ich hin! Kommt ihr mit? Zu den Hebräern müssen wir und der Stern wird uns leiten! Los, packt eure Sachen! Wir treffen uns und ziehen los! Ein Gotteskind kommt zu uns Menschen! Alles wird gut!

Das Sternbild Drache

Das Sternbild Drache ist eines der klassischen Sternbildern aus der griechischen Antike, die Ptolomäus um das Jahr 150 erwähnt hat. Die Sterne sollen den Drachen Ladon darstellen, den die Göttin Hera mit der Bewachung ihres Baumes mit den goldenen Äpfeln beauftragt hatte. Hera beauftragte Herkules, ihr drei der goldenen Äpfeln zu bringen. Anders als von ihr beabsichtigt, meisterte Herkules die Aufgabe, in dem er den Giftdrachen aus der Entfernung mit Pfeilen erschoss. Hera soll den treuen Drachen als Sternbild an den Himmel gesetzt haben. Deshalb ist links des Kopfes des Sternbilds Drache das Sternbild Herkules zu finden.

Tipps zum Beobachten des Meteorschauers der Draconoiden unter
www.timeanddate.de/astronomie/sternschnuppe/draconiden



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