Gestaltungsvorschlag zum Lied: Du hast uns deine Welt geschenkt

>Entwurf, Claudia Horn, aufgeschrieben im September 2018<

Es wird mit den Mitteln, die in der Kita in der Regel sowieso zur Verfügung stehen gemeinsam ein Bodenbild gestaltet. – Natürlich ist es schön, wenn man passende Figuren hat, aber es tut weder dem Verlauf, noch der Begeisterung der Kinder oder dem Inhalt des Liedes weh, wenn Schleich und Holz, Playmo und Lego, Krippenfiguren und andere Männchen sich auf der zu gestaltenden Erde ein „Stell-dich-ein“ geben.

Sie benötigen für die Gestaltung viel Platz in der Mitte, die Kinder sitzen im besten Fall in einem großen Kreis.

Das Material kann in Körbchen vorbereitet zur Verfügung stehen. Entweder sind die Kinder für das Körbchen neben sich „verantwortlich“ oder die Körbchen werden immer zur Strophe aufgedeckt und den Kindern reihum angeboten sich etwas zu nehmen und in der Mitte abzulegen oder nach vorne zu kommen um sich etwas auszusuchen.

Unbedingt gruppenabhängig entscheiden. Wie verhält sich die Gruppe insgesamt? Wie groß ist die Gruppe? Wie alt sind die Kinder? Materialmenge und Umgang anpassen! Viel kann Fülle anzeigen, aber auch unüberschaubar sein. Ein Kind wartet vielleicht hochkonzentriert auf seinen Einsatz, ein anderes will das Tier lieber festhalten, als es auf das Tuch zu legen, etc.

Es wird immer eine Strophe gesungen und dann die entsprechende Strophe bebildert. Es hat sich bewährt vor jeder Strophe noch einmal die beiden Dinge zu benennen, die uns geschenkt wurden.

z.B. „Gott hat uns Himmel und Erde geschenkt.“ Dann die erste Strophe singen, anschließend gestalten.
„Was hat Gott uns noch geschenkt?“ „Die Länder und die Meere“. Zweite Strophe singen, anschließend gestalten. usw.

Eine Person sollte für die Benennung verantwortlich sein.
Zwischen zwei Strophen gerne auch ein wenig Zeit nehmen um das Bild, das dort entsteht „wirken zu lassen“.

Wenn Begriffe verwendet werden, die den Kindern vielleicht nicht so geläufig sind, spricht Nichts gegen eine kurze Klärung „zwischendurch“. („Wisst ihr was Länder sind?“ Da z.B. besteht oft Unklarheit zwischen Land als Boden und Land als Herkunfts- oder Urlaubsland.)

Bei „Herr wir danken dir“ darf gerne geklatscht werden, wenn es für die Kinder keine Überforderung in der Koordination der einzelnen Aufgaben ist.

Dinge, die Sie nicht haben, können die Kinder vielleicht im Voraus zeichnen. z.B. im Freispiel am Vortag fragen wer Lust hat ein paar Sterne zu malen-basteln-auszuschneiden, da man diese am nächsten Tag für ein Lied oder den Familiengottesdienst braucht.

Himmel und Erde:

Tücher auf dem Boden ausbreiten, zwei oder drei.

Blau für den Himmel „oben“

Grün oder braun für die Erde darunter, gerne auch beides!

Die Kinder einbeziehen: Welche Farbe hat der Himmel? Welche Farbe die Erde?
Und beim Legen benennen: Das ist unser Himmel. Das ist jetzt unsere Erde.

Länder und Meere:

Mit den Kindern über „Länder“ sprechen.
Welche Farbe hat das Meer?

Ein weiteres blaues Tuch „unten“ anlegen, möglichst ein anderes Blau als der Himmel hat.

Sonne und Sterne:

Bereitgelegtes Material in der gewählten Weise verteilen,

die Kinder legen es auf das Himmelstuch.

Blumen und Bäume:

Bereitgelegtes Material in der gewählten Weise verteilen,

die Kinder legen es auf das Erdetuch bzw. die Erdetücher.

Berge und Täler:

ggf. über Berge und Täler sprechen um Begriffe zu klären, aber auch ins erweiterte Gespräch gehen: „Wer von euch ist schon mal auf einen Berg geklettert?“ „Seid ihr schon mal durch ein schmales Tal gewandert?“, …
Quadratische kleinere Tücher in der Mitte fassen, so hoch heben, dass sie schweben, beim Ablegen als Berg aufstellen. (Möglichst vorab ausprobieren, gelingt nicht immer beim ersten Mal, wenn der Stoff zu weich ist, gelingt es nie
.)

Vögel und Fische:

Wie oben, bereitgelegtes Material findet seinen Weg ins Meer, auf die Erde und in den Himmel.

Tiere und Menschen:

Wie oben, jetzt wird es endgültig bunt auf den Tüchern.

Du gabst mir das Leben…

Wieder bei sich selbst ankommen.
Einen Schritt vom Bodenbild zurücktreten. Vielleicht bei „DU“ in den Himmel zeigen und bei „gabst mir das Leben“ sich selbst umarmen.

Du hast uns in die Welt gestellt …

Sich in der Gruppe wahrnehmen und als Teil der Schöpfung begreifen.

Bei „DU“ wieder in den Himmel zeigen, bei „hast uns in die Welt gestellt“ mit beiden Händen auf Höhe des Bauches vor sich einen Halbkreis beschreiben, von der Mitte nach außen gehend.
Sind alle mit den Händen neben sich angekommen, die Nachbarn bei den Händen fassen und alle sagen gemeinsam laut „Danke!“.