Früher habe ich es gerne mit unseren Kindern angeschaut und heute genieße ich es mit unseren Enkelinnen: Das höchst amüsante Bilderbuch von Peter Spier, in dem er in wahrhaft „wimmeligen“ Bildern die Geschichte von Noahs Arche erzählt.

Ein riesiges Schiff - und das mitten auf dem Land! Das wirkt schon merkwürdig auf den Betrachter. Und dann rennen und kriechen, hüpfen und flattern aus allen Richtungen die Tiere herbei, um in der Arche Schutz vor der angekündigten großen Flut zu finden. Ein wildes Durcheinander von Köpfen und Körpern, Hufen und Tatzen, Federn und Fellen! Wie lustig – aber auch logisch, dass der Elefant aus Versehen auf den Schwanz einer Maus tritt und ein anderes Mäuschen vergeblich versucht, den Dickhäuter wegzuschubsen. Auf jedem Bild gibt es etwas zu entdecken und man kann sich als Erwachsene*r gut zurücknehmen und die Kinder entdecken und erzählen lassen.

Das Buch beantwortet in seinen Bildern Fragen, die sich bei der Erzählung dieser beliebten Geschichte stellen: So viele Tiere – wie wurden die satt? Wie lebte es sich in der Enge auf dem Schiff? Was passierte mit den anderen Menschen und Tieren? Und die anderen Fragen (Waren die eigentlich alle böse? Auch die Tiere? Warum hat Gott sie alle streben lassen? …) können wunderbar beim Betrachten der Bilder besprochen werden, wenn wir darüber nachdenken:

Wer hat diese Geschichte wohl erzählt?

Warum ist sie erzählt worden?

Wie haben sich diese Menschen Gott vorgestellt?

Wie stellen wir uns Gott vor?

Großartig setzt Peter Spier in diesem Bilderbuch amüsante Szenen in seinen „sprechenden Bildern“ um. Der nacherzählte Bibeltext ist auf einer Seite zusammengefasst.

Leider kann man dieses Bilderbuch nicht mehr im Buchhandel, wohl aber antiquarisch im Internet bestellen. Oder man leiht es aus. Es ist sicher im Bestand vieler Bibliotheken zu finden.