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KiKi fragt nach Tauferinnerungen

Rolf Martin aus Kirchheim: Natürlich erinnere ich mich an meine Taufe! Mein Vater wollte keine Säuglingstaufe, und meine Mutter suchte unsere Paten aus: eine Tante und einen Onkel, einen Freund von jedem Elternteil – und immer einen aus einem Pfarrhaus. Wir durften unsere eigene Taufe planen mit unseren Liedern, wer ein Gebet spechen sollte, und in der Kirche eines Paten.. Mein Onkel war Dekanatsjugendpfarrer in Wittenberg an der Stadtkirche. Wir hatten mit Sondergenehmigung jedes Jahr Besuchserlaubnis in der DDR als Verwandte. Onkel ging als Verwandter ersten Grades durch! Ich war zehn Jahre alt und hatte alle meine Lieblingslieder durchgesetzt und wurde in der Silvesternacht getauft! Westdeutsche Verwandte hatten keine Besuchsgenehmigung außer unserer direkten Familie. Es waren magere aber gute Tage.

Als Besonderes hatte Onkel Peter für mich eine Basstuba besorgt, weil ich die in Landau spielte – und mir die Noten geschickt, so dass ich direkt nach der Taufe mit auf den Turm konnte und mitblasen durfte! Ich weiß, dass das ein Privileg war, aber meine Taufe und die Nacht werde ich nie vergessen!

Eleni, sechs Jahre: Ich hab noch mein Taufkleid und eine Kerze. Und bei meiner Patentante geh ich reiten.

Leonie, sechs Jahre: Ich weiß nicht mehr, wie ich getauft wurde. Meine Schwester ist aber erst getauft worden. Ich hab alles ganz genau gesehen. Die hat nicht geweint.

 



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