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„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“

Religionspädagogische Einheit zum Ewigkeitssonntag (angelehnt an RPP 2005-3)

Materialbedarf:
4 gelbe Rhythmik-Tücher (oder 1 großes gelbes Tuch)
eine große Kerze (Jesus-Kerze), Streichhölzer
verschieden farbige kleine Tücher je nach Anzahl der Kinder
goldene und bunte Legematerialien
Teelichter in Gläsern

Im Herbst ist es an manchen Tagen oft trüb. Der Himmel ist grau. Es ist kalt. Die Blumen im Garten sind verwelkt. Die Blätter fallen von den Bäumen bis diese ganz kahl sind. Sie sehen dann aus wie tot.

In diesen Tagen gehen viele Menschen auf den Friedhof. Sie denken an liebe Menschen, die schon gestorben sind. Sie sind traurig.

Wenn es draußen so grau und trüb ist, können wir von etwas anderem träumen.
(die vier gelben Tücher unter Anleitung von Kindern legen lassen)

Schaut mal ganz lange auf die gelben Tücher. Wohin führt dich die helle Farbe? Woran denkst du?
(Fläche wird zu einem Haus gestaltet)

Was seht ihr jetzt?

Imagination: Wer mag wohl in diesem Haus wohnen? Wie mag es wohl in diesem Haus  aussehen? Was wohl die Leute in diesem Haus machen?
(Antworten der Kinder abwarten)

  • das Haus ist ganz hell, es ist schön, warm, man fühlt sich wohl darin
  • Menschen sind fröhlich in diesem Haus
  • sie sind gerne in diesem Haus
  • vielleicht feiern sie ein Fest, ein Freudenfest, ein Hochzeitsfest?

Es ist ein großes Haus. Aber etwas fehlt noch in diesem Haus – es sind verschiedene Wohnungen in diesem Haus. Es kann jeder von euch eine Wohnung in dieses Haus hineinlegen. (L legt ein kleines Tuch in das Haus – Kinder wählen eine Farbe und legen der Reihe nach je ein Tuch)

Nun sind viele Wohnungen in diesem Haus – da haben viele Menschen Platz.
Die Wohnungen sehen noch etwas kahl aus. Wir können sie auch richtig schön schmücken. (L gestaltet mit Legematerialien „ihre“ Wohnung – fordert Kinder auf, die „eigene“ Wohnung zu gestalten. – Haus gemeinsam betrachten, Beobachtungen aufnehmen)

Jetzt ist es ein richtig schönes Haus. Mit vielen Wohnungen für viele Menschen. Wo könnte dieses Haus sein? (Große Kerze wird entzündet  - oder falls sie schon als Ritual für RP-Einheiten oder Kindergottesdienst vorhanden ist und brennt – und in das Haus gestellt)

Erzählung: Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs. Sie wandern nach Jerusalem. In die große Stadt. Sie wollen dort miteinander das Passafest feiern. Jesus spricht mit seinen Freunden. Er weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Er weiß, er muss bald sterben.

Er sagt es seinen Freunden. „Jesus, wir wollen nicht, dass du stirbst. Du  tust doch soviel Gutes. Die Menschen brauchen dich.“, rufen sie erschrocken. Jesus antwortet: „Wo ich hingehe, da könnt ihr jetzt noch nicht hingehen.“ Die Jünger werden traurig: „Bitte bleibe bei uns Jesus, geh nicht weg.“ Jesus erklärt ihnen: „Es muss so sein. Aber seid nicht traurig. Gott, der Vater hat viele Wohnungen im Himmel. Ich gehe dahin und bereite sie für alle, die die Erde verlassen. Für all die Menschen, die sterben. Ich werde kommen und euch zu mir holen wenn es eure Zeit ist, damit ihr dort sein könnt, wo ich bin.“

Vielleicht ist jemand aus eurer Familie oder jemand, den ihr kennt, gestorben. Für diese könnt ihr nun eine Kerze an der großen Kerze anzünden und in eure Wohnung stellen.
(Teelichter können nun der Reihe nach entzündet werden. Dabei kann jedes Kind, das möchte sagen, an wen es gerade denkt – es kann auch ein Haustier sein… )

Gemeinsam oder L kann nach jeder entzündeten Kerze ein Gebet sprechen:
„Guter Gott, lass….. in deinem Licht wohnen.

Oder am Ende -  wenn alle, die das möchten (niemand darf gedrängt werden!) – kann gebetet werden:
Gott, wir bitten dich für alle, die gestorben sind. Nimm sie bei dir auf. Wir sind traurig mit denen, die ihre Lieben vermissen. Sei du ganz nah bei ihnen. Amen.



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