Seitenkopf Kirchenbote

|   Aktuell

Zeichen für eine starke Gemeinschaft

Abschlussfeier der Kirchenmusik-Festtage – Rund 500 Frauen und Männer in der Gedächtniskirche Speyer

Mögen die Krisen auch nicht vor den Kirchenportalen haltmachen, so teilen viele Gläubige die Erfahrung, dass eines zuverlässig trägt: das gemeinsame Musizieren. Wenn 500 Frauen und Männer zusammen singen und spielen, wie jetzt bei der Kirchenmusikalischen Feier in der Speyerer Gedächtniskirche, dann will das als ein Zeichen für eine starke Gemeinschaft verstanden werden.

Mit der musikalisch-liturgischen Feier gingen die diesjährigen Kirchenmusik-Festtage der pfälzischen Landeskirche zu Ende. In Chor-, Orchester- und Orgelkonzerten, bei einem Band- und Chorfestival sowie einem Kinderchortag wurde die ganze Bandbreite kirchenmusikalischen Engagements hörbar. „Unsere Kirche strahlt am meisten, wenn sie klingt und singt“, unterstrich die Landesobfrau des Landesverbands für Kirchenmusik, Heike Messerschmitt, zum Abschluss. Auch aus Sicht von Oberkirchenrat Manfred Sutter bildet die „musikalische Gemeinschaft“ eine tragende Säule der Landeskirche. Sutter, der auch Dezernent für Kirchenmusik ist, wies auf die Folgen der pandemiebedingten Zwangspause hin, in der das Singen und Musizieren eingeschränkt gewesen sei. Chöre hätten sich aufgelöst, aber auch „viele Seelen sind verkümmert“, bilanzierte Sutter.

Bei der Kirchenmusikalischen Feier wurde Freude über die wiedergewonnenen Freiheiten laut. Doch in die Dankbarkeit mischte sich auch Skepsis: „Mit Sorge blicken wir auf den Herbst“, hieß es in einer Fürbitte. Unterdessen erschallte der Gesang in der Gedächtniskirche aus vollen Kehlen: Sängerinnen und Sänger aus 16 evangelischen Kirchenchören stimmten kraftvoll in die Choräle ein, sechs weitere Favoritchöre führten einzelne Werke aus dem kirchenmusikalischen Repertoire von Heinrich Schütz und Felix Mendelssohn Bartholdy bis zur Gegenwart auf.

Eröffnet wurde die Feier mit einem hymnisch-bewegten Präambulum für Bläser, Pauken und Orgel des nordbadischen Landeskantors Johannes Michel. Zeitgenössische Klänge wurden auch mit dem „Kyrie“ aus der Friedensmesse von Karl Jenkins oder der Motette „O nata Lux“ von Morten Lauridsen vermittelt. Das Pfälzische Blechbläserensemble wurde geleitet von Landesposaunenwart Matthias Fitting. Die Chororgel wurde gespielt von Bezirkskantorin Anna Linß (Landau) und Kirchenmusikdirektor Robert Sattelberger (Speyer). Die Gesamtleitung hatte Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald. Den Förderpreis für Kirchenmusik erhielten die beiden Absolventen des C-Examens im Fach Orgel der Kirchenmusikalischen Seminare, Maximilian Wittmer und David Werle. Uwe Rauschelbach

Zurück
Musikalisch-liturgische Feier in der Gedächtniskirche Speyer: Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald dirigiert. Foto: Landry
Musikalisch-liturgische Feier in der Gedächtniskirche Speyer: Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald dirigiert. Foto: Landry

KIRCHENBOTE aktuell

Cherdron: Kasernierung in Altenheimen verdichtet sich

Altkirchenpräsident kritisiert Testkonzept einer Einrichtung der Diakonissen – Träger will kein Personal zur Kontrolle von Selbsttests abstellen

> KIRCHENBOTE aktuell

Abo-Service

Haben Ihnen unsere Leseproben gefallen? Dann abonnieren Sie doch den Evangelischen Kirchenboten! Es gibt ihn auch als digitale Ausgabe. Ihr bestehendes Abonnement können Sie hier kündigen.

Newsletter

Ab sofort können Sie unseren wöchentlich erscheinenden Infobrief abonnieren. Auf der Seite "Newsletter abonnieren" im Menü Service können Sie Ihre Bestellung übermitteln.

Buchtipp

Deutsche Bibeln

Vor und nach Martin Luther
von Michael Landgraf

Verlagshaus Speyer GmbH, 17 x 24 cm, 160 Seiten, Festeinband, 19.90 Euro