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Weihnachtslieder am Dorfbrunnen

Angesichts der Corona-Pandemie blühen Ideen für Angebote von Freiluft-Gottesdiensten an Heiligabend

Während in vielen Kirchengemeinden noch abgewogen wird, wie der Heiligabend-Gottesdienst unter Corona-Bedingungen in der Kirche aussehen soll, haben sich einige schon jetzt von einer Feier in der Kirche verabschiedet.

„Wir können das logistisch nicht machen, 300 Covidpässe kontrollieren“, sagt der Freinsheimer Pfarrer Martin Palm. Von regelmäßigen Gottesdienstbesuchern sei der Impfstatus bekannt. An Heiligabend sehe das aber ganz anders aus. Und Nachzügler, die am 24. Dezember noch schnell einen Platz suchten, müssten ja auch noch überprüft werden. Das Presbyterium wird deshalb stattdessen die Idee aus dem Vorjahr aufgreifen: einen Stationengottesdienst im Ort. Jeder kann selbst entscheiden, wann er ihn abläuft. Mit QR-Codes auf Plakaten können beispielsweise Weihnachtsstücke auf dem Smartphone abgespielt werden. In der Freinsheimer Kirche haben Martin Palm und der Rest des Posaunenchors dafür Stücke eingespielt. Ursprünglich sei ein hybrides Format geplant gewesen. „Davon haben wir wegen der Inzidenzen aber Abstand genommen.“ Etliche Ehrenamtliche sind dennoch unterwegs. „Die Stationen müssen gewartet werden.“

Auch Pfarrer Max Niessner wird an Heiligabend nach draußen gehen. Mit dem geforderten Abstand vor dem Altar könne er die ersten drei Reihen der Birkenheider Kirche nicht nutzen – und die Kirche habe nur fünf Reihen. „Ich will da nicht mit nur 20 Leuten sitzen. Und wir müssen in der Krise auch verantwortlich handeln.“ Stattdessen will Niessner durch das Dorf fahren und die Frohe Botschaft überbringen. Der Altar soll auf einer Pferdekutsche oder einem Autoanhänger Platz finden, eine Presbyterin spielt Posaune. Uwe Weinerth von der Auferstehungskirchengemeinde Speyer lädt an Heiligabend wie 2020 wieder in den Garten hinter der Kirche ein, Pfarrerin Tatjana Falk-Reifarth auf den Sportplatz in den Blieskasteler Ortsteil Breitfurt. „Die Kirche ist zu klein, und es wäre zu kalt“, sagt die Pfarrerin mit Blick auf die coronabedingten Heizvorschriften.

Bevor sie um 18 Uhr in die Kirche einlädt, feiert Pfarrerin Silke Gundacker an Heiligabend gleich zweimal draußen: in Rieschweiler beim Familiengottesdienst um 14 Uhr und um 16 Uhr am Maßweiler Dorfbrunnen – dann ökumenisch. Für Pfarerr Ralf Hettmannsberger aus Bobenheim-Roxheim sind Freiluft-Gottesdienste keine Option: „Draußen gibt es genauso Kontakte, machen wir uns nichts vor.“ Bis auf Weiteres sind in seiner Kirche alle Gottesdienste gestrichen. Die Planungen für eine Gottesdienstaufzeichnung im Vorfeld per Video laufen bereits. flor

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Aufnahme für den Stationengottesdienst: Der Posaunenchor in der Freinsheimer Kirche, hinten ganz links Pfarrer Martin Palm. Foto: pv
Aufnahme für den Stationengottesdienst: Der Posaunenchor in der Freinsheimer Kirche, hinten ganz links Pfarrer Martin Palm. Foto: pv

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