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|   Glosse

Immer schön kühl bleiben

von Jochen Krümpelmann

Seit einigen Tagen haben wir ganz offiziell dem Kalender nach Sommer. Vielfach bedeutet das im Juli und August wieder Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Und das wirkt sich aus: Die Menschen schwitzen nicht nur mehr, sie denken auch langsamer und sind aggressiver. Das sagen zumindest Wissenschaftler.

Sobald die Außentemperatur auf rund 30 Grad steigt, laufen in unserem Körper verschiedene Prozesse ab: Er fährt er seine Kühlung hoch und produziert Schweiß. Der riecht vielleicht nicht gut, hat aber eine kühlende Funktion. Außerdem sinkt der Blutdruck und das Herz schlägt schneller. Und der Körper schüttet verstärkt das Hormon Vasopressin aus, das dazu dient, Flüssigkeit im Körper zu halten. Es macht Menschen aber auch aggressiver.

In den USA haben Wissenschaftler vor wenigen Jahren untersucht, wie sich Hitze auf das Denkvermögen von Studenten auswirkt. Eine Gruppe wohnte in einem Studentenheim mit Klimaanlage, die zweite Gruppe in einem Haus ohne Kühlung. Beide Gruppen mussten morgens die Farbe von Wörtern schnell und richtig erkennen und einfache Rechenaufgaben lösen. Die den höheren Temperaturen ausgesetzte Gruppe brauchte im Schnitt 13 Prozent mehr Zeit für die Aufgaben.

Wer jetzt denkt, dann kühle ich mich halt mit einer kalten Dusche, einem Eis oder einem kühlen Drink ab, liegt falsch. Getränke sollten eher Zimmertemperatur haben und die Dusche lauwarm sein. Helfen soll es laut Neurowissenschaftlern auch, wenn wir die Farbe Blau betrachten, uns Bilder von kalten Gegenden ansehen oder Geräusche hören, die mit Kälte assoziiert werden. Dann würden wir uns einfach kälter fühlen.

Also: Immer schön cool bleiben, Warmduscher sein, blaue Bilder vorstellen und an Schnee denken – dann wird es ein friedlicher Sommer und mit der Arbeit klappt es auch besser.

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Sommerliche Temperaturen: Je heißer die Umgebung, desto hitziger werden auch die Gemüter und umso langsamer das denken, sagen Wisschenschaftler. Foto: pixabay
Sommerliche Temperaturen: Je heißer die Umgebung, desto hitziger werden auch die Gemüter und umso langsamer das denken, sagen Wisschenschaftler. Foto: pixabay

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