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|   Leitartikel

Ein Kind bringt Licht in die Finsternis

von Florian Riesterer

Die Welt scheint finster. Viele der jetzt acht Milliarden Menschen sind auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten, nicht nur in der Ukraine. Andere verlassen die Heimat, weil andauernde Dürre oder Überflutung zu Hunger und Armut geführt haben. Der Klimawandel trifft Länder, die ohnehin klimatisch nicht begünstigt sind. „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“ ist das Motto der heute beginnenden Aktion „Brot für die Welt“. Zukunft, die die Weltklimakonferenz nicht wirklich spüren lässt. Industrieländer sollen Entwicklungsländern beim Beseitigen von Klimaschäden helfen, die sie durch das Verbrennen von Öl und Gas weiter selbst befeuern.

Unterdessen wappnen sich Superreiche für ein drohendes Endzeitszenario, enthüllt in seinem jüngsten Buch der US-Autor Douglas Rushkoff. Sie kaufen sich Grundstücke auf Neuseeland und anderen entlegenen Orten, bauen dort Bunker, um sich vor einer tödlichen Seuche oder einem Klimakollaps zu retten, so er denn eintritt. Es sind Zufluchtsorte auf Stand-by, was zynisch anmutet in einer Welt, in der die meisten Menschen nicht einmal jetzt genug Zuflucht haben, während andere sich gleich eine ganze Fußballweltmeisterschaft kaufen.

Doch sich angesichts dieser Ungerechtigkeiten und einer drohenden Rezession einzuigeln, löst die Finsternis nicht auf. Wohl aber anderen die Hand zu reichen und das Wort zu erheben, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Ein Kind, das das Gebot der Nächstenliebe in die Welt trägt, die Mächtigen das Fürchten lehrt und den Menschen die Hoffnung auf die Auferstehung schenkt, macht uns das vor. Der Advent, das Warten auf Jesu Geburt, hat begonnen. Und mit ihm das Wissen, dass das Licht am Ende stärker ist als die Finsternis.

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Florian Riesterer
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