Seitenkopf Kirchenbote

|   Dokumentation

Die Antwort gibt die Heilige Schrift selbst

Christliche Kirchen sind auf dem Weg zum gemeinsamen Tisch des Herrn - von Christian Schad

Die folgenden Überlegungen beziehen sich auf zwei ökumenische Texte, die in den Jahren 2019 und 2020 veröffentlicht wurden: zunächst der 2019 erschienene „Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft“ (BKK), das Ergebnis einer Konsultationsreihe im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen. Dabei ging es darum zu sondieren, ob ein theologischer Dialog über Fragen der Kirche und der Kirchengemeinschaft zwischen der römisch-katholischen Kirche und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) überhaupt aussichtsreich sei. Am Ende dieses Sondierungsprozesses stand die einmütige Empfehlung, einen offiziellen Diskurs aufzunehmen, was im September 2018 im Rahmen der 8. Vollversammlung der GEKE in Basel von Kardinal Kurt Koch und dem damaligen GEKE-Präsidenten Gottfried Locher dann auch förmlich vereinbart wurde.

Der zweite Text erschien in Buchform im Jahr 2019: Hierbei handelt es sich um ein Votum des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen mit dem Titel: „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ (GTH), das zu dem Ergebnis kommt, dass es gute Gründe dafür gibt, dass evangelische und katholische Christinnen und Christen wechselseitig an den liturgischen Feiern von Abendmahl und Eucharistie teilnehmen können. Dabei geht es diesem Votum nicht um eine voreilige, noch bestehende Differenzen nivellierende vollständige Abendmahlsgemeinschaft. Vielmehr um einen theologischen Begründungsrahmen für die individuelle Gewissensentscheidung Einzelner, an der Eucharistie beziehungsweise am Abendmahl teilzunehmen. Beabsichtigt ist eine gegenseitige eucharistische Öffnung als Ausdruck schon bestehender, in der Taufe grundgelegter Kirchengemeinschaft, die dynamisch auf die volle Kirchen- und Gottesdienstgemeinschaft hinzielt.

Es geht hier – jenseits einer Alles-oder-nichts-Position – um einen intermediären Bereich zwischen völliger Kirchentrennung einerseits und voller Kirchengemeinschaft andererseits, mithin um eine Form der Teilhabe am Tisch des Herrn, die der vorhandenen Nähe und den erreichten Konvergenzen zwischen unseren Kirchen entspricht: ein erster Schritt, der die weitere Suche nach der Gestalt umfassender, sichtbarer Einheit der Kirche Jesu Christi einschließt. Entsprechend betont GTH, „dass das Erleben eucharistischer Gemeinschaft in der Feier des Abendmahls auch eine Quelle der Hoffnung auf dem Weg zu dem von Gott gewünschten Ziel ist: der vollen sichtbaren Einheit der Kirche in der Gegenwart des Reiches Gottes. Auf dem Weg dorthin können die in der Taufe sakramental bereits verbundenen Menschen in der Feier des Mahls Kraft schöpfen sowie Ermutigung erfahren für den Dienst am Nächsten in der Welt.

Was beide Dokumente miteinander verbindet, ist, dass sie evangelischerseits lutherische, reformierte und unierte Traditionen gemeinsam zum Ausdruck bringen. Programmatisch geschieht dies im „Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft“, der, wie gesagt, die Grundlage geschaffen hat dafür, dass es 2022 erstmals zu einem offiziellen Dialog des Vatikans mit der GEKE kommen wird; also einer Gemeinschaft, der lutherische, reformierte, unierte und methodistische Kirchen angehören. Rom verlässt damit seine bisherige Linie, als Weltkirche nur mit den weltweit organisierten Kirchenbünden offizielle Dialoge zu führen, etwa mit dem Lutherischen Weltbund, der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen oder dem Weltrat methodistischer Kirchen. So kommt es – neben und gemeinsam mit den bilateralen Dialogen – zu einer multilateralen Gesprächsebene.

Die Bedeutung des somit ermöglichten ökumenischen Diskurses mit dem Gesamtprotestantismus ist nicht hoch genug einzuschätzen. Er stellt freilich in Zukunft gerade auch auf evangelischer Seite vor große inhaltliche und methodische Herausforderungen. Konkret: Wenn es denn – als Folge der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (1999) – eine „Gemeinsame Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt“ geben sollte, ursprünglich von Kardinal Koch anvisiert für den 500. Jahrestag der Confessio Augustana 2030, dann müsste ein solches Dokument – im Unterschied zur „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ – sowohl die bilaterale, zum Beispiel lutherisch-katholische, Perspektive als auch die multilaterale evangelisch-katholische Sicht von vornherein miteinander verbinden. Etwa so, dass es nach bilateralen immer auch gesamtevangelisch-katholische Verständigungen gibt, das heißt Zwischenschritte, die – innerevangelisch miteinander abgestimmt – dann gemeinsam mit der römisch-katholischen Seite kommuniziert werden.

Dieses Vorgehen stellte, wenn es gelingen würde, einen entscheidenden Schritt im Miteinander der evangelischen Kirchen insgesamt dar. Denn was niemand wollen kann, ist, dass wir als evangelische Kirchen am Ende eines solchen Prozesses aufgespalten werden in jene, die an einer wie auch immer gearteten Abendmahlsgemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche teilhaben – und jene, die davon ausgeschlossen bleiben. Dies innerevangelisch mit den Weltbünden zu kommunizieren, ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der GEKE.

Entsprechend hat sich das Votum „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen, der sich innerprotestantisch ebenfalls aus lutherischen, reformierten und unierten Mitgliedern zusammensetzt, an dem Leuenberger Ökumenekonzept orientiert, indem es Einheit und Vielfalt nicht als Gegensätze, sondern komplementär als sich bereichernde Pole versteht. Bezugnehmend auf den „Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft“, hat es dessen Conclusio, wonach „mit der Leuenberger Konzeption kein immanent reformatorisches Modell von Kirchengemeinschaft vorliegt, sondern ein ökumenisch offenes“, ernst genommen und seine Argumentation hinsichtlich eines gemeinsamen Grundeinverständnisses im Blick auf das Herrenmahl darauf aufgebaut.

Dieses gemeinsame Grundeinverständnis lautet, zusammengefasst, so: „Wir feiern in österlicher Hoffnung das von Jesus Christus selbst gestiftete Gedächtnis seines erlösenden Lebens und Sterbens für uns in einer liturgischen Handlung, in der seine Gegenwart in der Kraft des Heiligen Geistes im verkündigten Wort und im Mahl erfahrbar und wirksam wird.“ Das Herrenmahl wird hier also konsequent von der Selbstvergegenwärtigung und Selbstgabe Jesu Christi her entfaltet, der sich uns in Brot und Wein schenkt. Diese „Zusage seiner Gegenwart überschreitet und umgreift die konfessionellen Grenzen und Grenzziehungen, die der sichtbaren Einheit der Christenheit im Wege stehen – sie ist in tiefstem Sinn ökumenisch.“

Wie aber ist vor diesem Hintergrund die bestehende Vielfalt kirchlicher Traditionen und liturgischer Formen im Blick auf das Abendmahl zu bewerten? – Die Antwort ergibt sich aus der Heiligen Schrift selbst. Denn sie bezeugt das eine Christusgeschehen in pluraler Gestalt. Entsprechend zeigt der neutestamentliche Befund, dass es weder das eine Abendmahlsverständnis noch die eine ursprüngliche Feierform gibt, vielmehr am Anfang die Vielfalt steht – bis in die unterschiedlichen Fassungen der Einsetzungsworte hinein.

Diese Einsicht setzt sich in den Darlegungen zur Liturgiegeschichte fort. Sie räumen auf mit der Fiktion, als habe am Beginn eine Einheit gestanden; das Gegenteil ist der Fall. Am Anfang steht auch hier die Vielfalt der Feierformen. Deshalb redet die Studie nicht einer neuen, einheitlichen Gestalt der eucharistischen Liturgie das Wort, wie dies einst die sogenannte Limaliturgie intendierte; sie plädiert vielmehr für die wechselseitige Teilnahme an den Feiern von Abendmahl beziehungsweise Eucharistie – in Achtung der je anderen liturgischen Traditionen.

Diese Würdigung der Vielfalt bedeutet freilich nicht eine bloße Bestätigung des Status quo. Vielmehr führt sie ekklesiologisch zu einem konfessionellen Selbstverständnis, das die eigene Identität nicht exklusiv bestimmt, sondern partizipativ. Partizipativ insofern, als sich die an dem Gespräch beteiligten Konfessionen als Teilhaberinnen an der einen Kirche Jesu Christi verstehen. Die konfessionelle Polyphonie, wenn sie nicht mit gegenseitiger Verurteilung oder Fundamentalkritik verbunden ist, wird als Ausdruck der Gabenvielfalt des einen Leibes Christi verstanden – und man darf hoffen, dass die jetzt schon erreichte Geschwisterlichkeit der einzelnen Kirchen und Gemeinden in der einen Kirche Jesu Christi auch immer deutlicher zur sichtbaren Einheit gelangt.

Vielfalt bedeutet also keineswegs Beliebigkeit! Die unterschiedlichen Weisen der Abendmahlsfeier verbindet nämlich dies, dass sie immer im Glauben an die von Jesus Christus selbst verheißene Gegenwart stattfinden. Klar benennt die Studie – bei aller Variabilität – die unhintergehbaren Gemeinsamkeiten. Im Wesentlichen sind dies folgende sechs inhaltlichen Markierungen:

1. Der gekreuzigte, auferweckte und erhöhte Jesus Christus lädt uns zum Mahl ein, wir sind seine Tischgenossen.

2. Jesus Christus schenkt sich uns in seinem für alle dahingegebenen Leib und Blut durch sein verheißenes Wort mit Brot und Wein.

3. Das Abendmahl/die Eucharistie ist ein Gemeinschaftsmahl und stiftet Gemeinschaft (koinonia). Indem sich Christus uns mit Brot und Wein schenkt, vergibt er uns unsere Sünden und befreit uns zu einem neuen Leben aus Glauben.

4. Die Mahlfeier ist an die leibliche Präsenz der Kommunikantinnen und Kommunikanten gebunden.

5. Das Abendmahl/die Eucharistie soll regelmäßig im sonntäglichen Gottesdienst gefeiert werden. Die Leitung der Feier obliegt einem/einer Ordinierten. Es sollte allgemeine Regel sein, dass die das Mahl Feiernden mit Brot und Wein kommunizieren. Der würdevolle Umgang mit dem nicht verzehrten Element ist zu gewährleisten.

6. Die Eucharistie beziehungsweise die Abendmahlsfeier ist stets so zu vollziehen, dass die Einmaligkeit des Opfers Jesu Christi am Kreuz – gemäß Hebräer 10, 10 – zur Geltung kommt. Es geht um die „Vergegenwärtigung des“ einmaligen „Kreuzesgeschehens“.

Eine Stärke der Studie des Ökumenischen Arbeitskreises besteht darüber hinaus darin, dass auch in der Bindung der Leitung der Abendmahlsfeier an das ordinierte Amt sowie in der Bereitschaft, diese in ökumenischer Sensibilität zu gestalten, grundlegende interkonfessionelle Übereinstimmungen erzielt werden konnten. Das bedeutet: Die verbleibenden Unterschiede im Verständnis des ordinierten Amtes und der apostolischen Nachfolge reichen nicht so weit, dass von römisch-katholischer Seite die geistliche Wirksamkeit evangelischer Ämter bestritten werden müsste. Wörtlich heißt es, „dass die reformatorischen Kirchen die apostolische Lehre gewahrt haben und ihre Ordnung der Ämter offenkundig der Sukzession in der Lehre der Apostel zu dienen vermochte und vermag.“ In beiden Kirchen wirken die Dienstämter „in der Kraft des Geistes Gottes durch die Evangeliumsverkündigung in Wort und Sakrament“; ihre „erfahrbare, von der Gemeinschaft der Getauften wahrnehmbare geistliche Wirksamkeit … begründet das geistliche Urteil über die Valenz der Dienstämter."

Dies erfordert, dass evangelische Theorie und Praxis die Leitung von Abendmahlsfeiern dementsprechend allein Ordinierten zuordnen. Das ist kein ökumenisches Zugeständnis, sondern wesentlicher Ausdruck einer reformatorisch ausgerichteten Theologie. Denn nach evangelischem Verständnis gehört das „rite vocatus“ derer, die das Evangelium öffentlich verkünden und die Sakramente spenden, ebenfalls zum Sein der Kirche (Confessio Augustana, Artikel 14). So betont auch der „Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft“: Die „ordnungsgemäße Beauftragung“ zu Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung ist ein „unwiederholbares Geschehen“, „durch das einem Individuum das besondere Dienstamt dauerhaft übertragen wird. Wie die Getauften ein für alle Mal Getaufte bleiben, so bleiben auch die Ordinierten die zum öffentlichen Amt der Kirche Berufenen.“

Hier um ihrer selbst willen Klarheit zu schaffen, darin besteht gegenwärtig für die evangelischen Kirchen eine der größten ökumenischen Herausforderungen. Umgekehrt frage ich: Kann das evangelische ordinationsgebundene Amt seitens der römisch-katholischen Kirche anerkannt werden, wenn ein Amtsträger/eine Amtsträgerin die apostolische Lehre rein verkündigt und das Herrenmahl der Einsetzung Jesu gemäß feiert, selbst wenn Unterschiede im Amtsbegriff und -verständnis bestehen bleiben? Entsprechend fragt auch der „Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft“: „Ist ein Konsens in Grundwahrheiten des Kirchenverständnisses möglich, in Bezug auf den die noch verbleibenden Differenzen, etwa in der Frage der Sakramentalität und Gliederung des Amtes, des bischöflichen Amtes und des Petrusdienstes, nicht mehr als kirchentrennend gelten müssen?“ Und stellt sich diese Frage nicht umso dringlicher, als weitere inhaltliche Annäherungen in der Ekklesiologie erzielt worden sind?

Zwei wesentliche Konvergenzen möchte ich hier noch kurz skizzieren:

1. Die Überwindung des Gegensatzes von Kirche als „creatura verbi“, als „Geschöpf des göttlichen Wortes“ (evangelisch), und von Kirche als sakramentaler Größe (römisch-katholisch):

Der „Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft“ hat ergeben, dass die zwei genannten Vorstellungen einander nicht diametral entgegenstehen, sondern in ihrer „Bezogenheit aufeinander gedeutet werden“ können. Ist nach evangelischem Verständnis allein Gottes Handeln in Jesus Christus Grund und Ursprung der Kirche, so sagt die Kirchenkonstitution des II. Vaticanums (Lumen Gentium): Nur „in Christus“ hat die Kirche sakramentalen Charakter. Wörtlich: „Die Kirche ist in Christus gleichsam Sakrament (veluti sacramentum), das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ Die Kirche lebt nicht aus sich selbst, sondern allein aus dem Heilshandeln des dreieinigen Gottes. Die Formulierung: „Die Kirche ist also zugleich Frucht und Instrument des Heilshandelns Gottes am einzelnen und an der Gemeinschaft der Menschen“ – „creatura et ministra“ – verbindet somit beide Aspekte: Die Kirche ist Geschöpf des göttlichen Wortes und vermittelt uns Christus als Sakrament. „Sie ist weder selbst Licht noch hat sie aus sich heraus Licht, sondern spiegelt (sc. wie der Mond …) das Licht Christi, das Licht der Sonne. Nur so gibt sie sein Licht weiter.“

2. Der untrennbare Zusammenhang von Soteriologie und Ekklesiologie, mithin die Gleichursprünglichkeit von Rechtfertigung und Kirche, von Individualität und Sozialität:

„Dasselbe Wort, das (sc. den Einzelnen) zum Glauben ruft, schafft damit zugleich die Kirche.“ Und umgekehrt „dient (sc. die Kirche) der Unmittelbarkeit des Gottesverhältnisses des Einzelnen und ihrer Gemeinschaft untereinander. Deshalb gehören Kirche und Rechtfertigung unlösbar zusammen und stehen in keiner Weise in Konkurrenz zueinander.“ Damit ist das Diktum Schleiermachers, wonach der Protestantismus „das Verhältnis des Einzelnen zur Kirche abhängig macht von seinem Verhältnis zu Christo“, der Katholizismus „aber umgekehrt das Verhältnis des Einzelnen zu Christo abhängig (sc. macht) von seinem Verhältnis zur Kirche“ implizit, aber deutlich zurückgewiesen. Denn es gibt keine Evangeliumsverkündigung ohne Kirche – und die Rechtfertigung des Einzelnen führt in die Gemeinschaft.

Nimmt man diese Einsichten – zusammen mit den Annäherungen im Amtsverständnis – ernst, so ergibt sich folgendes Bild einer Kirchengemeinschaft:

Die von katholischer Seite so bezeichnete „Reihenhaus-Metaphorik“ im Blick auf das Leuenberger Kirchenmodell, wonach es hier nur ein bloßes Nebeneinander der Konfessionen gäbe, die sich zwar wechselseitig akzeptierten, aber bei denen letztlich alles beim Alten bleibe, mithin der Status quo nur festgeschrieben werde, ist nach der erfolgten und hier kurz nachgezeichneten Konsultation zwischen Vertreterinnen und Vertretern der GEKE und des Päpstlichen Einheitsrats obsolet geworden.

Demgegenüber beschreibt das neu gefundene ökumenische Zielbild ein Haus mit einem gemeinsamen Fundament. In diesem Haus gibt es unterschiedlich eingerichtete Zimmer, deren Türen weit füreinander offen stehen. Im Zentrum befindet sich der gemeinsame Tisch, an dem die Bewohnerinnen und Bewohner von Christus selbst sakramental gestärkt werden, auf dass sie untereinander – als Gemeinschaft von Kirchen – eine Kirche werden. Nicht Unterschiede und Vielfalt an sich sind somit das Problem, ganz im Gegenteil! Sind sie doch gerade Voraussetzung einer lebendigen Einheit. Sie werden allerdings zu einem solchen, wenn und sofern die Differenzen trennen und spalten. Was wir darum in Zukunft brauchen, ist mehr Sichtbarkeit in der Einheit – und mehr Versöhnung in der Vielfalt und Verschiedenheit. Das Ziel aller ökumenischen Bemühungen ist die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi als vielfältig gestalteter Gemeinschaft in einem Glauben und am Tisch des Herrn.

Dr. h.c. Christian Schad war Präsident der pfälzischen Landeskirche und ist nun Präsident des Evangelischen Bundes.

Dieser Vortrag wurde gehalten auf dem Studientag des Evangelischen Bundes Pfalz am 2. Oktober 2021 in Landau.

Zurück
Treiben die Ökumene voran: Christian Schad (links) und Bischof Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom. Foto: epd
Treiben die Ökumene voran: Christian Schad (links) und Bischof Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom. Foto: epd

Ihre Meinung zum Artikel

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Bemerkungen :

  • user
    mEtyGwidFXL 14/10/2021 um 02:23
    cbJIOMsKDEQC
  • user
    BmXydJFKRHvlnr 14/10/2021 um 02:23
    qvPRmnlr
  • user
    TGzlbMfsQCqU 11/10/2021 um 06:30
    flAvagrutKY
  • user
    oOmyBnYveRCH 11/10/2021 um 06:30
    TACbevmLwapkKqnY
  • user
    QMaPTzykxihwWSA 11/10/2021 um 01:07
    XihCHtlu
  • user
    ruTizVEdkOFMJY 11/10/2021 um 01:07
    oDONWRjPyEFxSM
  • user
    vGCKkotcXI 10/10/2021 um 01:51
    XwrOxjINuV
  • user
    BCjRGwiaosevFKb 10/10/2021 um 01:51
    GPCeikor
  • user
    ihmOZYPNlLfIj 09/10/2021 um 19:39
    ZAYizKPFX
  • user
    gbRAUDxl 09/10/2021 um 19:39
    VnbhPNalRHFyrw
  • user
    qpZoBlwMPcXVJARe 09/10/2021 um 11:19
    ovXQOqzEUdGug
  • user
    XNGBtyeQRI 09/10/2021 um 11:19
    aXsEWJLjdrBw
  • user
    KjBewINRtfyHxOEg 09/10/2021 um 07:20
    CrqZLHOGmTU
  • user
    YxdSCTqWFsKvEoZ 09/10/2021 um 07:20
    YHVBgoSpT

KIRCHENBOTE aktuell

Diener kandidiert erneut

Der Germersheimer Dekan Michael Diener kandidiert erneut für den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland.

> KIRCHENBOTE aktuell

Abo-Service

Haben Ihnen unsere Leseproben gefallen? Dann abonnieren Sie doch den Evangelischen Kirchenboten! Es gibt ihn auch als digitale Ausgabe.

KiKi – der Kinderkirchenbote

beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe mit Fabeltieren. Mehr dazu und die vorherigen Ausgaben unserer Kinderbeilage gibt es beim Menüpunkt "Unsere KiKi".

Newsletter

Ab sofort können Sie unseren wöchentlich erscheinenden Infobrief abonnieren. Auf der Seite "Newsletter abonnieren" im Menü Service können Sie Ihre Bestellung übermitteln.

Buchtipp

Ohne Himmel ist die Erde ziemlich grau

Denkanstöße - Hoffnungstexte - Glaubenswelten
von Helwig Wegner-Nord

Verlagshaus Speyer GmbH, 14 x 20 cm, 128 Seiten, Paperback, 11.90 Euro