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Das Orgelprojekt nimmt Konturen an

Steuerwald: Besonderer Raum und beste Qualität – Orgelbaufirmen Schuke und Trefz im Zusammenspiel

Nur zufriedene Gesichter gab es bei der Vorstellung des Orgelprojekts in der Dreifaltigkeitskirche Speyer, das nach jahrelangen Debatten durch einstimmige Entscheidung des Presbyteriums der Kirchengemeinde zustande kam. Für diesen „besonderen Raum nur die beste Qualität“, fasste Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald das Ziel der bisherigen Bemühungen in Worte.

Laut Henri Franck, der als Vorsitzender des Bauvereins die lange Vorgeschichte Revue passieren lies, war es bereits das fünfte Presbyterium, das sich im Zuge der umfassenden Kirchenrenovierung mit dem Orgelbau befasste. Für die Orgelbaufirma Schuke war schon das Vorgänger-Presbyterium eingetreten, ganz im Gegensatz zu den Fachleuten eines Symposiums, das die Firma West aus dem Ahrtal favorisierte. Ihre Werkstatt wurde von der Flut zerstört.

Auf der Suche nach der „richtigen“ Orgelbaufirma ging es nach den Worten von Steuerwald immer um zwei Fragen „Was soll die Orgel können?“ und „Wie sind die Erwartungen?“. Nun würden die Stärken zweier Betriebe zusammengeführt. Den traditionsreichen Orgelbau der Werkstatt Schuke, die für einen innovativen, in der Klanggebung jedoch eher mittel- und norddeutschen Orgelbau stehe. Und dem „neuen Stern in Württemberg“, der Firma Trefz mit ihrer eher süddeutschen Intonation. Auch Andreas Schmidt, der Orgelbau-Sachverständige der Landeskirche, äußerte sich zuversichtlich, dass im Zusammenspiel beider Firmen ein „wunderbares Instrument“ entstehe.

Tilman Trefz, der auch für den im bundesdeutschen Schienennetz gestrandeten Kollegen Alexander Schuke aus Potsdam sprach, bestätigte: „Mein Spezialgebiet ist der Klang.“ Die künftige Orgel der Dreifaltigkeitskirche müsse mehr können als Barock: „möglichst viel Charme und Ästhetik aus der Zeit, aber auch empfindsame und romantische Töne“. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und vor allem darüber, dass die Auseinandersetzungen um die Frage des Orgelbauers beendet seien.

Gemeindepfarrerin Christine Gölzer erklärte, dass während der Herstellung des neuen Orgelwerks die Arbeiten an den darüber liegenden Deckengemälden und an den rückwärtigen Fenstern erledigt werden können. Zudem müsse eine weitere Firma die denkmalgerechte Restaurierung des großen Orgelprospekts übernehmen. Presbyterium und Bauverein rechnen mit einer Bauzeit von 18 bis 24 Monaten und mit Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro für alle Arbeiten an Orgel und Kirche. mez

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Sitzung zum Orgelneubau in der Dreifaltigkeitskirche Speyer. Foto: Landry
Sitzung zum Orgelneubau in der Dreifaltigkeitskirche Speyer. Foto: Landry
Neue Orgel für die Kirche mit besonderer Akustik: Bauvereins-Vorsitzender Henri Franck in der Dreifaltigkeitskirche Speyer. Foto: Landry
Neue Orgel für die Kirche mit besonderer Akustik: Bauvereins-Vorsitzender Henri Franck in der Dreifaltigkeitskirche Speyer. Foto: Landry

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