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Bistum Speyer will Sparen mit Inhalten verbinden

Arbeitskreis hat sieben strategische Ziele formuliert - Machtmissbrauch soll vorbildlich aufgeklärt werden

Das Bistum Speyer diskutiert im Zuge seiner Sparbemühungen inhaltliche Schwerpunkte. Der Lenkungskreis für den Strategieprozess habe bei seinem Treffen Ende April vor allem die strategisch-inhaltlichen Ziele des Bistums in den Blick genommen, teilte das Bistum mit. Die Arbeitsgruppe „Inhalte“ unter Leitung von Felix Goldinger habe sieben strategisch-inhaltliche Ziele für das Bistum bis zum Jahr 2030 entwickelt.

Zu diesen Zielen gehöre das Streben nach Innovation und Qualität, die Ausrichtung der Seelsorge an Lebenswelt und Sozialraum sowie das Engagement für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, heißt es in der Mitteilung. Außerdem werbe die Arbeitsgruppe dafür, dass sich das Bistum in aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen einbringt und klar erkennbar christliche motivierte Positionen vertrete. Dies beinhalte die Selbstverpflichtung, als Bistum selbst einen aktiven Beitrag zu einer entsprechenden gesellschaftlichen Transformation zu leisten.

Weitere Ziele sind den Angaben zufolge eine vertiefte ökumenische Zusammenarbeit, der Einsatz für Partizipation, Gleichberechtigung und Gewaltenteilung sowie das vorbildhafte Wirken im Bereich von Prävention und der Aufarbeitung jeglicher Art von Machtmissbrauch. Angesichts einer sich ständig verändernden Medienlandschaft solle auch die Kommunikation im Bistum neu aufgestellt werden.

„Die strategisch-inhaltlichen Ziele sind ein Kompass. Sie zeigen an, wo wir als Bistum hinwollen“, erläuterte Felix Goldinger. „Sie beschreiben einen Rahmen und bedürfen einer Konkretisierung durch konkrete Maßnahmen.“ Die strategisch-inhaltlichen Ziele sollen bei der nächsten Diözesanversammlung am 10. Mai vorgestellt und beraten werden.

„Bei der Arbeit an den Maßnahmen zur Erreichung der erforderlichen Sparziele ist uns bewusst geworden, dass wir eine Rückmeldung der Diözesanversammlung zu den Zielen benötigen, die das Inhaltsteam erarbeitet hat", sagte Generalvikar Andreas Sturm. Die Versammlung müsse klären, ob die Vorschläge wirklich die Ziele seien, an denen das Bistum seine zukünftige Arbeit ausrichten wolle. Vielleicht wolle die Diözesanversammlung auch noch andere Schwerpunkte setzen, sagte Sturm. "Wir stehen im Strategieprozess unter einem gewaltigen Zeitdruck, dürfen aber nicht die Vision und die daraus abgeleiteten Ziele aus dem Blick verlieren.“

Das Schnüren eines Maßnahmenpakets zur Erreichung der Sparziele des Bistums sei der nächste wichtige Schritt, berichtet Sturm aus der Arbeit des Lenkungskreises. Schon jetzt werde in diesem Gremium intensiv um Maßnahmen gerungen, die einerseits dem Anspruch der erarbeiteten Reformvisionen gerecht würden und andererseits zu den benötigten Einspareffekten führten. „Mir ist bewusst, dass viele im Bistum auf konkrete Entscheidungen warten und die Unsicherheit nur schwer auszuhalten ist", sagte der Generalvikar. Der Lenkungskreis wolle jedoch keine Schnellschüsse produzieren oder halbgare Vorschläge auf den Tisch legen. Dafür sei die Verantwortung für die Zukunft des Bistums einfach zu groß. Deshalb nähmen die Beratungen des Lenkungskreises auch mehr Zeit als ursprünglich geplant in Anspruch.

Der Diözesansteuerrat hat sich der Mitteilung zufolge Ende April ebenfalls intensiv mit dem Strategieprozess des Bistums befasst. Der Steuerrat habe dabei klar seine Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass bis zum November dieses Jahres ein Plan vorgelegt werde, der die konkrete Maßnahmen zum Erreichen der Sparziele benenne und gleichzeitig deutlich mache, dass die Umsetzung der Maßnahmen überwacht werde. is

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Fordert konkrete Maßnahmen: Felix Goldinger ist Vorsitzender des Arbeitskreises "Inhalte" im Bistum. Foto: pv
Fordert konkrete Maßnahmen: Felix Goldinger ist Vorsitzender des Arbeitskreises "Inhalte" im Bistum. Foto: pv

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